DIY Basteln mit Kindern: Wir basteln Laternen – leuchtende Erdbeerlaterne für St. Martin

Wie in jedem Herbst werden auch dieses Jahr wieder fleißig Laternen gebastelt. Für mich beginnt mit der Laternenzeit einfach die schönste Zeit im ganzen Jahr. Weil sie so super stabil und kinderleicht zu basteln sind, gibt es zum diesjährigen Laternenumzug wieder einmal eine Laterne aus einer leeren Spüliflasche. Und zwar in Form eines ganz frechen Früchtchens – einer knackig frischen Erdbeere!

Das wird gebraucht:
1 leere PET bzw. Spülmittel Flasche, Transparentpapier in rot und hellem grün, eine Lochzange, etwas Draht, eine Schere, Tapetenkleister, einen schwarzen Fineliner bzw. Permanentstift, eine wasserfeste Bastelunterlage sowie ein Malkittel / Schürze o.ä.

So wird’s gemacht:
Als erstes verrührt man in einer kleinen Dessertschüssel einen Esslöffel Tapetenkleister mit etwas lauwarmem Leitungswasser. Mit Hilfe eines kleinen Schneebesens klappt das prima und man erhält so einen klümpchenfreien, dicken Kleber. Da das Tapetenkleisterpulver immer nachdickt, sollte man den Kleber einen Moment ruhen lassen.

In der Zwischenzeit kann man den Tisch mit einer Unterlage abdecken und den Bastelkittel überziehen. Dann schneidet man ein etwa Din A4 großes Stück rotes Transparentpapier in kleine Stücke. Von dem grünen Papier habe ich einen etwa 5 cm breiten Streifen geschnitten und den am unteren Rand zackenförmig (spitze Dreiecke) zugeschnitten.

Nun rührt man den Kleister noch mal durch. Ist er zu flüssig, gibt man noch ein kleines Bisschen Kleister hinzu. Sollte der Brei zu fest sein, kann man ihn mit ein paar Tropfen Wasser verdünnen. Jetzt schmiert man den oberen Teil der Spüliflasche mit Kleister ein und wickelt das grüne Papier so herum, dass der Flaschenhals bedeckt und der gezackte Rand nach unten zeigt. In der Regel reichen 1-2 Lage Papier aus.

Den unteren Rand beklebt man nun rundum mit dem roten Papier. Etwas knifflig ist der Übergang zu dem grünen Papier. Die Farben sollten nicht überlappen, damit sich diese nicht vermischen! Jetzt stellt man die Flasche zum Trocknen weg. Ist der Kleister ganz trocken, bemalt man nun den roten Teil der „Beere“ mit kleinen schwarzen Pünktchen, damit die Laternen auch wie eine richtige Erdbeere aussieht. Das klappt mit einem wasserfesten Stift super.

Ganz zum Schluss stanzt man mit der Lochzange rechts und links am Flaschenhals jeweils ein kleines Loch hinein, durch das man ein Stück Draht zieht. Die Drahtenden dreht man zu einer kleinen Schlaufe für die Aufhängung am Laternenstab zusammen, fertig!

Weitere Bastelanleitung für Laternen tummeln sich auf meinem Blog: Eine Fuchslaterne, den Froschkönig, ein Pinguin, ein Glückskäfer, die Schwebebahn, einen Löwen, das BHC Maskottchen „Bergi“ und Häuser-Laternen. Außerdem gibt es auch Entspannendes zur Laternenzeit wie diese Fantasiereise, eine wohltuende Massage bzw. Streichelgeschichte, selbst gebackene Weckmänner / Stutenkerle, ein ganz besonderer Laternenumzug und andere kreative Dinge da.

urheberrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

Bastelidee & Nähanleitung für den Herbst: Wir basteln eine Burg und nähen kleine Gespenster

Vor kurzem hat meine jüngste Tochter das Nähen für sich entdeckt. Stunden lang hat sie geübt und sich an verschiedenen Nähten probiert. Doch dann wollte sie los legen und etwas „richtiges“ nähen. Zum Glück hatte ich von unserer Renovierung noch allerhand weiße Stoffe übrig, die beim Kürzen der Vorhänge übrig geblieben sind. Und da es so wunderbar zum Herbst passt, wurden hier kurzerhand ein paar kleine Gespensterkinder genäht, die nun ein herbstliches Mobile schmücken.

Das wird gebraucht:
Uni weißen Baumwollstoff, Watte, Nähgarn, Nähmaschine, Stoffschere, Stecknadeln, Nähnadel, dünnes Nylongarn, kleine Holzperlen, Tonkarton, einen weißen Buntstift, Pastellkreide

So wird’s gemacht:
Zuerst haben wir den Stoff doppelt gelegt und an einigen Stellen mit Stecknadeln fixiert, so dass dieser nicht auseinanderrutscht. Mit der Stoffschere kann man nun frei Hand mehrere Gespenster ausschneiden. Dazu braucht man keine Bastelvorlage!

Da der Stoff bereits doppelt lag, kann man diese nun mit der Maschine zusammennähen. Immer schön am Rand entlang. An einer Ecke lässt man ca. 3 cm Naht offen und dreht das Gespenst nun auf die recht Seite, so dass die Nähte innen verschwinden. Den Gespensterbauch füllt man mit Watte und näht anschließend das noch offene Stück zusammen.

Wenn alle Gespenster fertig sind, näht man mit einen Nylonfaden je zwei dunkle Holzperlen als Augen auf.

 

Damit sich die weißen Geister auch zu Hause fühlen, haben wir kurzerhand noch ein paar Türme einer Burg dazu gebastelt. Einfach aus festem Tonkarton Türme schneiden, falls gewünscht Fenster oder Tore heraustrennen und mit Pastellkreide bemalen, damit es schön schaurig ausschaut. Außerdem durften sich noch ein paar Fledermäuse aus schwarzem Tonkarton dazugesellen.

Weil es gut passte haben wir die Gespenster, Fledermäuse und Burgtürme aufgefädelt und an einen schwarzen Kleiderbügel gehängt. Ebenso gut kann man das Mobile aber auch an einem Ast befestigen oder das Kinderzimmerfenster damit schmücken.

Ein kleiner Tipp: Die genähten Gespenster eignen sich auch prima als Raumschmuck und Deko für eine Halloweenparty oder ein Gruselfest!

Weitere Ideen zum Thema Halloween findet ihr unter den folgenden Links: Eine Gespensterburg als Geschenkverpackung, Tipps zum Kürbis-Schnitzen, ein gruseliges Mittagsmahl mit Kürbis-Fratzen aus Paprika, Kürbisgesichter aus Zeitungspapier und andere kreative Sachen da.

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Bastelidee & Upcycling für Kinder: Hurra, es regnet – Große Wolkenliebe & Regenwetterprogramm

Auch wenn ich den Herbst als Jahreszeit sehr liebe, so bringt es dieser oftmals auch allerhand graue Regentage mit sich. An solchen Tagen macht es wenig Spaß nach Draußen zu gehen. Aber den ganzen Tag lang Drinnen zu hocken ist viel zu langweilig. Davon abgesehen beginnt es an solchen Herbsttagen im Kinderzimmer schnell zu „knistern“. Bevor es auch da zu lautstarken „Gewittern“ kommt, ist es immer gut eine abwechslungsreiche Beschäftigungsidee parat zu haben. Und wenn man dafür auch solch Material nutzen kann, was man in jedem Haushalt findet, umso besser. Mit dieser lustigen Bastelidee ist der Nachmittag gerettet und die Kinder kreativ beschäftigt!

Das wird gebraucht:
Tageszeitung (die bereits gelesen wurde!), wasserfeste Unterlage, breite Borstenpinsel, Wasserfarbe, Deckweiß, Schere, Kleber, Nylongarn, eine Nadel, eine Lochzange, ein kleines Stück Kordel, einen alten Karton, einen farbigen Stift

So wird’s gemacht:
Zuerst bemalt man allerhand alte Zeitungsblätter mit Wasserfarbe: Verschiedene Blautöne, Grau oder schwarz – alles was zu Regentropfen farblich passt. Dabei muss das Papier nicht gleichmäßig bemalt werden. Die Schrift darf durchscheinen ebenso wie die Pinselstriche, die mehr Abwechslung in die Farbe bringen.

Während die bemalten Zeitungsblätter trocknen, schneidet man aus einem alten Karton eine Wolke. Am besten zeichnet man sich diese mit einem dicken Stift vor.

Diese schneidet man aus und piekt mit einer Nadel am unteren Rand in etwa 5 cm breiten Abständen kleine Löcher hinein. Durch jedes Loch zieht man ein längeres Stück Nylongarn und verknotet das Ende oben so, dass das Garn nicht mehr abfallen kann.

Daran werden nun einzeln kleine Regentropfen gehängt. Diese schneidet man per Hand aus dem bemalten Zeitungspapier. Am besten schneidet man daraus zuerst ein längliches Rechteck, faltet dies mittig und schneidet nun einen Wassertropfen aus.

Auf diese Weise hat man gleich das genaue Gegenstück. Den Tropfen klappt man auseinander und bestreicht die unbemalte Seite gleichmäßig mit Klebstoff, legt diesen unter den Nylonfaden und drückt die 2. Hälfte des Regentropfens von oben dagegen. Auf diese Weise sammelt sich ein Regentropfen nach dem anderen unter der Wolke.

Zum Schluss locht man die Wolke am oberen Rand mittig, zieht ein kleines Stück Kordel durch, was verknotet wird. Daran kann man die Regenwolke nun aufhängen und hat nicht nur einen herbstlichen Blickfang im Zimmer, sondern auch eine ausgefallene Deko!

Ein kleiner Tipp:
Wer mag, kann seine Wolke noch mit einer dünnen Schicht weißem Acryllack (auf Wasserbasis) oder Plakafarbe bemalen. Dann wirkt die Wolke durch die Pappe nicht ganz so dunkel.

Weitere Upcycling Ideen findet ihr in dieser Rubrik, alles zum Thema Herbst da, Bastelanleitungen für Kinder dort, Kreatives an dieser Stelle und mehr Grün hier.

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DIY & Bastelidee mit Herbstblättern: So bunt leuchtet der Herbst – wir bemalen Blätter

Der Herbst gehört zu meiner liebsten Jahreszeit. Beim Spazieren wandern daher regelmäßig schöne Blätter in eine große Tasche und werden dann zu Hause gepresst. Dieses Jahr haben wir die Blätter mal nicht für einen Blätterkranz verwendet, sondern einen Teil davon für eine herbstliche Bastelei genutzt. Soviel kann ich vorab verraten – wenn man erst einmal mit der bunten Blättermalerei anfängt, kann man damit nicht wieder aufhören…

Das wird gebraucht:
Herbstblätter in verschiedenen Größen und Formen, alte Zeitungen oder eine Bastelunterlage, farbige Lackstifte

So wird’s gemacht:
Im Bastelladen habe ich die Mitarbeiter mit meiner Frage ziemlich auf Trab gehalten. Zum Bemalen der gepressten Herbstblätter wollte ich passende Stifte haben.

Mit einem normalen Lackstift in weiß habe ich ja hier bereits gezeigt, wie man kleine Glückpilze bzw. Fliegenpilze basteln kann. Allerdings wollte ich die Blätter diesmal farbig bemalen, damit diese so bunt werden, wie die Bäume im herbstlichen Wald.

Der Tipp einer Kundin war dafür Stifte mit Stoffmalfarbe zu benutzen. Allerdings war die Auswahl an Farben nicht so groß, wie die Stifte mit Acryllack als Inhalt. Die Farben würden nach Aussage der Verkäuferin noch besser leuchten. Also habe ich einen Versuch gewagt, da es in jedem Fall Stifte sein sollte, damit auch Kinder mitbasteln und Malen können.

Das Rot, Orange und Pink leuchten wunderbar. Das Gelb und das Gold dagegen sieht man auf den gelblichen Blättern nicht so gut. Dennoch hat das Bemalen der Blätter allen großen Spaß gemacht. Denn dies ist nicht nur eine kreative Beschäftigungsidee für verregnete Herbsttage, sondern man kann sich hierbei kreativ herrlich austoben und deiner Fantasie freien Lauf lassen.

Ein kleiner Tipp:
Mit den gemusterten Herbstblättern lassen sich prima selbst gemachte Postkarten dekorieren oder verpackte Geschenke bekleben und verschönern.

Weitere Bastelideen für kleine Kinderhände findet Ihr übrigens in dieser Rubrik, alles zum Thema Herbst gibt es an dieser Stelle, andere kreative Ideen dort und mehr „Grün“ da.

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Rezeptidee für den Herbst: Spaghetti mit gebratenen Champignons

Vor ein paar Tagen gab es bei uns mal wieder Spaghetti. Die sind bei uns immer gern gesehen auf dem Mittagstisch. Die Frage lautet dann jedoch meist: „Was gibt es für eine Soße“? Denn diese sollte in jedem Fall familientauglich sein und dem Nachwuchs schmecken. Wenn möglich aber auch vegan sein. Daher wanderten bei Einkaufen frische, braune Champignons in den Einkaufswagen und Räuchertofu.

Das wird gebraucht:
500g Nudeln, 1000g frische Champignons, 150g schnittfestes Räuchertofu, 2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, Fett für die Pfanne, Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß sowie Sojasoße

So wird’s gemacht:
Als erstes bringt man in einem großen Topf reichlich Wasser zum kochen und gart darin die Nudeln wie auf der Verpackung angegeben.

In der Zwischenzeit säubert man die Champignons und schneidet das oberste Stück vom Stiel ab. Anschließend werden die Champignons geviertelt und in einer großen Pfanne gebraten.

Bevor die Pilze fertig gebraten sind, gibt man zwei fein gewürfelte Zwiebeln hinzu sowie 150 g in Würfel geschnittenes Räuchertofu. Da ich dies als Kombi zu Pasta das erste Mal probiert habe, wollte ich mit einer kleineren Menge starten, da das geräucherte Tofu recht intensiv schmeckt. Die Menge kann man natürlich nach belieben variieren. Wobei ich mit der hier verwendeten Menge zufrieden war.

Ganz zum Schluss presst man die geschälte Knoblauchzehe hinein und brät diese einen kurzen Moment mit an. Dann würzt man die Pilzpfanne mit Pfeffer, Salz und Paprika und gießt einen Schuss Sojasoße darüber. Alles gut wenden und dann mit den fertig gekochten Spaghetti auf den Tellern anrichten. Lasst es Euch schmecken!

Ein kleiner Tipp: Wem bei dieser Variante etwas Soße fehlt, der kann zum Schluss auch etwas Sojasahne mit über die gebratenen Champignons geben und diese samt Sojasoße kurz aufkochen.

Und wer sich nicht vegan ernährt, der kann auch ein paar Parmesanhobel über den Spaghetti samt Pilzen verteilen, einfach lecker!

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Basteln mit Naturmaterial: Wir lieben den Herbst und basteln Fliegenpilze aus Eicheln

Der Herbst ist bei uns jedes Jahr aufs Neue sehr Willkommen. Denn in dieser Jahreszeit hält die Natur so viele Naturschätze zum Basteln bereit. Angefangen von so farbenprächtigen Herbstlaub, Zapfen, kleinen Ästen, Kastanien, Bucheckern bis hin zu Eicheln findet man beim Spazierengehen jedes Mal neue Wunder der Natur.
Im letzten Jahr haben wir auf einer kleinen Wanderung durch den Wald wieder einen Beutel mitgenommen und dabei fleißig Eicheln samt Eichelhütchen gesammelt, um damit kleine Glückspilze zu basteln. Da ich diese süße Deko dieses Jahr wieder hervorgeholt habe, wollte ich euch die Idee unbedingt zeigen.

Das wird gebraucht:
Eicheln in verschiedenen Größen, Eichelhütchen (Fruchtbecher / Cupula), Pinsel (breiter Borstenpinsel), weißer und roter Acryllack (auswaschbar, auf Wasserbasis!), einen weißen Lackmalstift (breite Spitze) Bastelunterlage, Malkittel, Kastanienbohrer, Streichhölzer (ersatzweise Zahnstocher), Heißklebepistole samt Klebepatrone, ein Stück Steckschaum, etwas Moos, ggf. kleine Zapfen und Moos

So wird’s gemacht:
Zuerst breitet man auf dem Tisch die Bastelunterlage aus und lässt die Kinder in ihre Malkittel schlüpfen. Die Eicheln werden dann mit einem Kastanienbohrer so bearbeitet, dass am oberen oder unteren Ende ein etwa 1 cm langes Loch gebohrt wird. Dort hinein steckt man ein Streichholz als Stiel.

Sind alle Eicheln auf diese Weise bearbeitet worden, dürfen diese mit weißer Farbe bemalt werden. Zum Trocknen kann man diese mit dem vorhandenen Streichholzstiel prima in ein Stück Styropor stecken.

Die Eichelhütchen werden mit rotem Lack bepinselt. Anschließend sollte die Farbe noch mal gut durchtrocknen.

Die rot gestrichenen Eichelhütchen werden nun noch mit weißen Punkten bemalt, damit sie auch aussehen wie ein echter Fliegenpilz. Das klappt am besten mit einem weißen Lackstift.

Jetzt kann man die mit Pünktchen versehenen Eichelhütchen mit Heißkleber auf den weißen Eicheln als Pilzkopf befestigen.

In einer Schale oder Windlicht kann man etwas Steckschaum legen, dies mit grünem Moos bedecken und die Mini Glückspilze dort hinein stecken. Fertig ist die stimmungsvolle und herbstliche Deko – kinderleicht und wunderschön, oder?

Eine lustige Herbstpost mit selbst gemachtem Fliegenpilz findet ihr übrigens hier, eine zauberhafte Geschenkverpackung mit gebasteltem Glückspilz als Dekoration da, alles zum Thema Herbst gibt es in dieser Rubrik, andere kreative Sachen da und mehr Grün an dieser Stelle!

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Rezeptidee für den Herbst: Blech mit Kürbis, Kartoffeln und Schafskäse – schnell gemacht, vegetarisch & lecker!

In der Herbstzeit wimmelt es nur so von Kürbissen. Ob als kleiner Zierkürbis zur Deko, Halloween Kürbisse mit lustigen Gesichtern und natürlich an der Gemüsetheke. Dieses mal ist beim Einkaufen ein Hokkaido Kürbis aus kontrolliert biologischem Anbau mit in den Einkaufswagen gelandet ebenso wie eine Tüte mit Kartoffeln.

Das wird gebraucht:
1 kleiner Sack mit kleineren Kartoffeln aus biologisch kontrolliertem Anbau, ein Hokkaido Kürbis, 1 Zwiebel, Sonnenblumenöl, 3 Zweige frischen Rosmarin, Pfeffer aus der Mühle, grobes Salz, 200 g Feta (den echten Schafskäse!), 1 Blatt Backpapier

So wird’s gemacht:
Da es am besagten Mittag schnell gehen musste, habe ich den Backofen für mich arbeiten lassen und nur ganz schnell die Zutaten für unser Familien Mittagessen geschnitten. Dazu habe ich den Kürbis halbiert und mit einem Esslöffel die Kerne aus dem Inneren befreit. Dann habe ich den Kürbis samt Schale, die kann man bei dieser Kürbisart mitessen, in schmale Spalten geschnitten. Ebenso wie die Kartoffeln. In einer großen Schüssel habe ich die Kartoffel- und Kürbisstücke mit etwa 6 Esslöffeln Sonnenblumenöl vermengt.

Nun legt man das Backblech mit etwas Backpapier aus und verteilt die Kartoffel-Kürbis-Mischung gleichmäßig darauf. Anschließend würzt man diese mit frisch gemahlenem Pfeffer aus der Mühle und groben Meersalz. Dann wandert das Blech in den Backofen. Dort bäckt man alles bei 190 °C Grad für rund 30 Minuten.

In der Zwischenzeit schält man die Zwiebel und schneidet diese in möglichst dünne Spalten. Diese vermengt man mit einem weiteren Esslöffel Öl. Den Schafskäse würfelt man und verteilt diesen samt der Zwiebel über dem Kürbisblech.

Jetzt sollte das Ganze nochmals etwa 15 Minuten in den warmen Ofen. Die genaue Backzeit hängt davon ab, wie dick die Scheiben sind. Besser man schaut regelmäßig auf das Blech.

Jetzt fehlt noch der Rosmarin. Die Nadeln zupft man von den Stielen und kann diese mit einem Wiegemesser zerkleinern oder auch mit Hilfe einer Küchenschere.

Sobald der Kürbis samt den Kartoffeln gar ist, streut man den Rosmarin über den heißen Zutaten. Dann ab damit auf den Esstisch und allen einen guten Appetit!

 

Kleiner Tipp: Solltet ihr euch rein vegan ernähren lasst ihr den Käse einfach weg 🙂

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Nähen macht glücklich: Ein selbst genähtes Kinder T-Shirt mit Kapuze – der Herbst kann kommen

Das Nähen von Kinderkleidung fällt mir zugegebenermaßen schwer. So bewundere ich oftmals bei anderen die kunstvoll genähten Kleider, Tops, Röcke und Hosen, die andere nicht nur für sich sondern auch ihre Kinder nähen. Ich dagegen liebe das Nähen mit Papier (wie bei dieser DIY Idee) oder tobe mich auch schon mal an einer einfachen Wimpelkette oder quadratischen Kissen kreativ aus. Wobei hierbei dann meist meine fantasievolle Idee und Kreativität im Vordergrund steht.

Aber was tut man nicht alles für seine Kinder. Vor allem, wenn sie sich sehnlichst neue T-Shirts wünschen: Am liebsten eins mit Zipfelkapuze. Was für ein Glück, denn das finde ich zigmal leichter als dem T-Shirt einen normalen Kragen zu verpassen. Der mag mir nie richtig schön gelingen.

So stand ich vor meinem Vorrat an bunten Jerseystoffen und grübelte. Wenn ich bei anderen die farbenfrohen und kunterbunten Stoffmischungen an Kinderkleidung sehe, gefallen mir diese immer super.

Allerdings dauert es bei mir gefühlt „Wochen“ bis ich wirklich die passenden Muster und Stoffe zusammengestellt habe, so dass mir diese auch wirklich gefallen.

Doch mit dem Zusammenstellen der Stoffe ist es beim Nähen leider nicht getan, denn das Anfertigen des Schnittmusters und Zuschneiden braucht bei mir irgendwie meist länger als das Nähen selbst.

Und wo andere hier ganz exakt ausmessen, mit Stoffkreide zeichnen und ganz akkurat schneiden ist es bei mir mit der Geduld auch schon vorbei. Wahrscheinlich liegt darin auch der Grund warum ich mich mit genähter Kinderkleidung schwer tu.

Denn so 100% passen die Teile bei mir leider bedauerlicherweise nie wirklich zusammen. Unvorteilhafterweise verzieht sich der dehnbare Stoff – ganz im Gegensatz zu Papier – dann auch noch beim Nähen.

Fragt nicht wie – aber der Wunsch wurde brav erfüllt und das gewünschte Zipfelshirt ist endlich fertig. Es hat sogar die ersten Waschgänge in der Maschine überlebt. Und weil das dann doch mehr meins ist – wurde es sogar hier und da mit ein paar Applikationen und Bändern kreativ aufgepimpt. Wir wären dann also bereit für den Herbst 🙂

Mehr Ideen rund ums Nähen findet ihr in dieser Rubrik, alles zum Thema Herbst dort und andere kreative Sachen da.
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Ich geh mit meiner Laterne… Über das Laternelaufen und Mätensingen zum Martinstag

Zu gerne erinnere ich mich an Kindertage zurück, wo alle gemeinsam am großen Tisch saßen und bunte Laternen gebastelt haben. Da wurde fleißig gemalt, geschnitten, gebastelt und eifrig geklebt. Dabei heraus kamen die schönsten Lampions. Bei meiner Oma im Flur leuchtete zu dieser Zeit immer eine große Sonne mit dem Mond als Laterne um die Wette und ich denke noch gern an die Vorfreude und das aufregende Kribbeln zurück, die diese Zeit in mir als Kind hervorrief.

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Noch heute liebe ich die Laternenzeit mit allem was dazu gehört. Da liegt es nur nahe, dass ich diese Tradition mit meinen eigenen vier Kindern bis heute weiterführe. Auch wir basteln unsere Laternen stets mit ganz viel Liebe und Herzblut selbst. Und daher haben wir davon meist mehr, als wir hier am Martinstag und zum Laternenzug durch die Nacht tragen können. Der Laternenumzug mit Kindergarten und Grundschule gehört in dieser Zeit ganz fest mit dazu und ein bisschen wehmütig denke ich an die Zeit, wenn all unsere Kinder groß sind und daran nicht mehr teilnehmen werden.

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Zu gemütlich sind die Momente die zahlreichen Lichter der Laternen durch die Straßen ziehen zu sehen und den funkelnden Lichterglanz im Abendlicht zu beobachten. Das Naschen der süßen Weckmänner mit Tonpfeife, dass hier auf jedem Laternenzug dazu gehört und auch das imposante Martinsfeuer, dass nach dem gemeinsamen St. Martinszug nicht nur ein schöner Treffpunkt für alle ist, um den man gemütlich beisammen steht, sondern der auch wohltuende wärme spendet, wenn die Hände durch die Kälte bereits durchgefroren sind.

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Das schönste in dieser Zeit für mich ist jedoch das Mätensingen, wie man diesen Brauch hier im Bergischen Land bezeichnet. Hier treffen sich die Kinder in kleineren Gruppen am Abend vom dem Martinstag, dem 10. November, um zusammen mit ihren Laternen von Haus zu Haus zu ziehen. Mit dabei haben die Kinder natürlich ihre Laternen und einen kleinen Stoffbeutel. Wenn sie an einem Haus klingeln und geöffnet wird, singen die Kinder gemeinsam Laternenlieder. Und als kleinen Dank bekommen sie dann eine süße Leckerei, ein paar Nüsse oder Mandarinen in ihren Beutel.

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Leider kommen Jahr für Jahr weniger Kinder zum Singen am Abend vorbei, da die meisten lieber in der Stadt und den Geschäften singen gehen. Dort gibt es zwar reichlich Süßigkeiten für den Nachwuchs, aber die wunderbare Stimmung und das Laternenleuchten sucht man dort vergeblich.

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Umso mehr habe ich mich gestern Morgen gefreut in der Zeitung einen Aufruf zu entdecken, damit dieser zauberhafte Brauch nicht verloren geht und es an den Haustüren auch in den nächsten Jahren nicht nur bunt leuchtet, sondern auch die Lieder erklingen. Aus diesem Grund soll jeder, der mag leuchtende Lichter sichtbar ins Fenster stellen, damit die kleinen Laternensänger wissen, dass sie hier Willkommen sind und eine kleine Überraschung auf sie wartet. Diesen Aufruf gebe ich hiermit gerne weiter und freue mich schon sehr auf heute Abend!

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Wer die Laternenzeit ebenso liebt wie ich, findet passend zum Thema hier eine entspannende Fantasiereise, dort eine wohltuende Massage für Kinder, da einen Bericht über einen außergewöhnlichen Laternenumzug und unter dem Stichwort „Laterne“ allerhand ausgefallene Bastelideen.

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Entspannende Massage & Streichelgeschichte für die Laternenzeit: Kommt, wir wollen Laternen basteln!

Eine wohltuende Massage für Kinder hat es schon länger nicht mehr auf meinem Blog gegeben. Und als kleines Geschenk für das bevorstehende St. Martinsfest habe ich eine ganz stimmungsvolle Streichelgeschichte für alle kleinen und großen Laternenfans dabei. Also schnappt Euch eine Matte, Decke und ein Kissen und genießt diese kleine Streicheleinheit in vollen Zügen. Wer vorab nachlesen möchte was es mit diesen Massagen und Streichelgeschichten auf sich hat und was man beachten sollte, wird in diesem Artikel von mir fündig.

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Das wird gebraucht: Pro Spielerpaar eine Matte oder Decke sowie ein kleines, flaches Kissen

So wird´s gemacht:
Bitte sucht euch für die heutige Massage einen Spielpartner / eine Spielpartnerin.

Haben alle einen Partner gefunden, dürfen sich alle eine Matte nehmen. Am sinnvollsten ist es, wenn die Matten in einem großen Kreis um die Mitte gelegt werden. Denn so können die Kinder, die nachher massieren, den Erzähler bzw. die Übungsleitung jederzeit sehen und schauen, wie welche Berührung durchgeführt wird.

Die Kinder, die das glattere (längere, hellere o.ä.) Haar haben, werden nun zuerst massiert. Dazu legen sich die Kinder mit dem Bauch auf die Matte. Schaut, dass ihr wirklich bequem liegt und euch dabei rundum wohl fühlt…

Die Kinder, die nun massieren, setzen sich etwa in Rückenhöhe neben das liegende Kind.

Stellt euch vor, wir basteln heute eine Laterne. Denn das Martinsfest ist nicht mehr weit! Dazu legen wir als erstes die Basteltischdecke auf den Tisch…

Die Kinder, die massieren, zupfen sacht an dem Oberteil, das das liegende Kind trägt. Dabei darf nach unten, an beiden Seiten und nach Oben gezupft werden. Natürlich nur so sacht, dass es angenehm ist und nichts an der Kleidung kaputt geht!

Prima! Nun schneiden wir aus einem Bogen Tonkarton die Laternenform mit der Schere aus…

Die Hand wird gestreckt und mit der unteren Kante darf nun über den gesamten Rücken gefahren und mit leichtem Druck massiert werden.

Jetzt ritzen wir noch kleine Muster in die Pappe, damit die Kerze schließlich auch richtig in der Laterne leuchten kann…

Dazu darf mit dem Zeigefinger hier und da auf den Rücken gemalt werden. Ob Kreise, Kringel, Dreiecke, Quadrate, Sterne – alles ist erlaubt. Die Kinder, die massieren, sollten darauf achten, dass so der ganze Rücken gestreichelt wird und die Motive auf dem Rücken möglichst gleichmäßig verteilt werden.

Wir müssen nun noch flüssigen Kleber auf der Rückseite verteilen…

Mit den flachen Händen sanft den Rücken streicheln.

Wunderbar, nun muss noch das Transparentpapier auf den Kleber gedrückt werden, damit die Laterne bunt leuchten kann.

Mit den flachen Händen den ganzen Rücken sanft durchklopfen.

Als nächstes muss der Kleber trocknen…

Hierbei wird über den Rücken des Kindes gepustet.

Super, die Laterne ist fertig. Jetzt kommt noch ein Teelicht hinein. Seht ihr den bunten Schein der Laterne? Und könnt Ihr die wohltuende Wärme dabei spüren?

Beide Handinnenflächen schnell aneinanderreiben, bis diese ganz warm sind. Dann die warmen Hände ruhend auf den Rücken legen!

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Ein kleiner Tipp:
Man kann diese Massage auch im Stehen durchführen. Dann braucht man nicht soviel Platz. Außerdem nimmt dies nicht ganz soviel Zeit in Anspruch, da man nicht erst die Matten verteilen muss. Jedoch empfinden die Kinder es meist als entspannender, wenn sie sich dabei hinlegen können.
Diese Massage lässt sich nach eigenen Ideen oder Anregungen der Kinder auch nach Belieben abändern und erweitern. Beispielsweise wenn die Entspannungsphase noch weiter ausgedehnt werden soll. Das hängt natürlich ganz von der Zeit ab, die man hierfür zur Verfügung hat.

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Ich wünsche allen eine ganz lichterfüllte Laternenzeit!

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Weitere schöne Kindermassagen findet Ihr übrigens in dieser Rubrik oder meinen Büchern „Viele, kleine Streichelhände“ sowie „Das Massage Geschichten Buch“. Und eine wunderschöne Fantasiereise bzw. Entspannungsgeschichte zur Laternenzeit gibt es an dieser Stelle.

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