Eine Wolkenreise durch den blauen Himmel…

Sparkle blue 2

Immer am ersten eines jeden Monats gibt es bei was eigenes eine neue Farbe zu dem Motto „Color me happy“. Im Monat Mai lautet die Farbe sparkle blue. Blau ist eine meiner absoluten Lieblingsfarben, weil ich so viele schöne Dinge damit verbinde. Ganz besonders liebe ich jedoch den strahlend blauen Himmel, der fast regelmäßig in meinen Fantasiereisen und Entspannungsgeschichten zu finden ist. Denn so ein blauer Himmel ist nicht nur toll, sondern sorgt für gute Laune. Eine wunderbare Voraussetzung um abzuschalten, entspannen und neue Kraft zu sammeln um den Alltag zu meistern. So habe ich nach einem passenden Foto gesucht und bin gleich auf einige Wolkenbilder gestoßen. Das wunderbar strahlendes Blau und die Wolken lachen einen darauf so herrlich an, dass man am liebsten mit ihnen eine Weile davon fliegen und träumen möchte. Daher gibt es passend zu den Fotos eine Fantasiereise für eine „himmlische“ Entspannung für Zwischendurch. Sie ist sowohl für kleine aber auch für große Leute geeignet 🙂 Also sucht Euch einen gemütlichen Ort und macht es Euch dort bequem. Augen schließen und dann stellt Euch vor…

Sparkle blue 1

Stell dir einmal vor, du liegst auf einer wunderschönen, wunderbar weißen Wolke. Sie bietet dir soviel Platz, dass du es dir darauf nach Herzenslust gemütlich machen kannst. Du legst dich der Länge nach auf die Wolke. Weich und kuschelig ist es hier. Du fühlst dich rundum geborgen…

Während du in aller Ruhe auf deiner Wolke durch den strahlend blauen Himmel schwebst, spürst du wie ruhig und entspannt du bist… Vollkommen ruhig und entspannt liegst du da und genießt das Leben… Du fliegst auf der Wolke weiter in den strahlend blauen Himmel hinauf und genießt den Blick auf das herrliche Blau um dich herum…

Deine Arme und Beine sind schwer, angenehm schwer… Dein ganzer Körper liegt schwer und entspannt auf der Wolke…
Dabei kitzeln dich ganz vorsichtig und sanft ein paar Sonnenstrahlen. Wohlig warm fühlen sie sich auf deinen Armen und Beinen an… Die wohlige Wärme hüllt dich ein und lässt dich ganz tief entspannen…
Während deiner Wolkenreise entdeckst du ein paar kleine Windgeister. Ihr langes, wolkenweißes Haar dreht sich schwerelos als würde es tanzen. Und die filigranen Kleider der Windgeister bewegen sich so elegant, dass du dich daran gar nicht so richtig sattsehen kannst. Die kleinen Windgeister lächeln dir fröhlich zu und lassen deine Wolke auf ihrem Atem ganz sacht schaukeln… Ruhig und regelmäßig wiegt sich deine Wolke hin und her… Genau so ruhig und gleichmäßig fließt dein Atmen nun… Das ist Entspannung pur!

Sparkle blue 3

Die kleine Wolkenreise tut dir gut. Nicht nur dass man sich hier oben so wunderbar die Sonne auf den Bauch scheinen lassen kann. Sondern der himmlische Ausflug scheint dich den Alltag für eine Weile vergessen zu lassen. So bist du dankbar, dass hier oben ein ganz zarter Wind weht… Ein ganz kleiner Windhauch streichelt dir zart, fast unbemerkt über deine Stirn und kühlt sie angenehm… Spüre die angenehme Kühle auf deiner Stirn… Der Windhauch auf deiner Stirn macht deinen Kopf wieder frisch und klar… Du fühlst dich dabei völlig ruhig und entspannt… So lässt du all deine Gedanken für eine Weile fortziehen, wie die Wolken am Himmel…

Sparkle blue 2 hochkant

Schließlich hast du genug neue Kraft gesammelt und machst dich auf den Heimweg. Deine Wolke setzt dich wohlbehalten zu Hause ab und schwebt dann lautlos in Richtung Himmel davon. Du fühlst dich rundum gut erholt und glücklich…

Hinweis: Bitte die Übung im Anschluss kräftig zurücknehmen!

Wer nicht weiß was Fantasiereisen sind kann hier nochmals nachlesen. Und Tipps zum guten Gelingen solcher Entspannungsgeschichten findet man an dieser Stelle. Für all diejenigen, die noch mehr Fantasiereisen suchen, finden in der Rubrik Fantasiereisen eine Auswahl an Geschichten…


urherrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

Bist du müde, kleiner Osterhase?

Eine Flüstergeschichte für die Osterzeit

Wenn man die Ostertage mal mit Kinderaugen betrachtet, stellt man fest, dass dies ganz schön spannend und aufregend sind. Allein das Warten auf den Osterhasen: Traut Meister Lampe sich dieses Jahr bei dem Winterwetter und den eisigen Temperaturen überhaupt aus seinem Bau? Auch die Ostereiersuche ist für Kinder ein kleines Abenteuer für sich.
Doch was tun, wenn der Abend naht und die Kinder trotz Ostertrubel, ins Bett gehen und schlafen sollen? Möglicherweise kann die folgende Flüstergeschichte etwas Ruhe ins Geschehen bringen und beim Einschlafen helfen…

Osternhase 2 Flüstergeschichte

So geht’s:
Am besten legt sich das Kind in sein Bett und man setzt sich so daneben, dass man die Hand und den Arm des Kindes gut erreichen kann.

Schau mal hier, mitten in deiner Hand sitzt ein kleiner Osterhase!

Man nimmt die Hand des Kindes und streichelt, am besten mit dem Daumen, die Handinnenfläche.

Und wie es sich für einen richtigen Osterhasen gehört, hat der natürlich auch zwei lange Ohren. Spürst du sie?

Mit dem Daumen über Zeige- und Mittelfinger sowie Ring- und kleinem Finger nach oben zur Fingerspitze streichen.

Ganz neugierig macht sich der kleine Osterhase auf den Weg durchs grüne Gras…

Mit der Hand langsam (!) und in ruhigem Tempo den Arm des Kindes nach oben massieren. Hierbei kommt es auf die Intensität und liebevolle Berührung an, die das Kind vor dem Einschlafen genießen soll.

Er hoppelt man hier entlang… Dann mal dort… Schaut dann hier hinter einen Busch hervor und an anderer Stelle hüpft er um ein paar bunte Blumen herum…

Damit die Massage nicht zu eintönig wird und auch für jüngere Kinder durch die Abwechslung im Geschehen interessant bleibt, variiert man die Berührung durch leichtes „Klopfen“, die das Hasenhoppeln darstellen und hierbei den Arm immer weiter nach Oben streicheln.

Der Osterhase ist in diesem Jahr sehr fleißig und versteckt viele bunte Eier im grünen Gras…

Mit dem Daumen hier und da auf dem Arm sanft kreisende Bewegungen vollziehen.

Schließlich ist der kleine Osterhase müde. Er lässt sich auf die Wiese plumpsen und streckt alle Viere weit von sich…

Die Fingerspitzen eng aneinandergelegt auf der Schulter des Kindes aufsetzen und dann die Finger dicht am Körper nach Außen fahren lassen, so dass man schließlich mit diesem Griff die Kinderschulter mit seiner Hand umfasst.

Ach das tut gut, herrlich sich so auszuruhen… Und ganz ruhig und entspannt im grünen Gras zu liegen…

Die Schulter weiterhin umfassen und in vollkommen ruhigen, möglichst gleichmäßigen Bewegungen „schaukeln“. Die Schaukelbewegung sollte so ruhig sein, dass sie den Kindern beim Einschlafen dienlich ist. Dieser Hinweis hilft dem Massierenden sicher dabei das richtige Tempo zu finden 🙂

Besonders gut gefällt dem kleinen Osterhasen sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen…

Beide Handflächen mit Druck ganz schnell aneinander reiben, so dass diese warm werden. Die erwärmten Hände auf die Schulter des Kindes legen und dort ruhen lassen. Die wohltuende Wärme hilft beim Entspannen und schenkt Geborgenheit.

Der Osterhase muss gähnen, so müde ist der kleine Kerl!

Wenn das Kind mag, darf es mitgähnen. Das befreit und entspannt.

Müde schlüpft der kleine Osterhase dann in dein Ohr hinein und schläft dort ganz schnell ein… Gute Nacht, kleiner Osterhase und träum was Schönes…

Mit der Hand das Ohr des Kindes leicht kneten und sanft massieren. Dann mit den Fingern leicht (!) ins Ohr fassen und sich mit einem Gute Nacht Kuss „verabschieden“.

Ein kleiner Tipp:
Flüstergeschichten sind für Kinder immer etwas Besonders und für viele ein willkommenes Ritual am Abend um besser Einschlafen zu können. Wer neugierig ist und weitere Flüstergeschichten sucht, wird hier fündig, da geht es um „Gute Nacht Geflüster“.

Osternhase 1

Mit dieser österlichen Flüstergeschichte möchte ich all den lieben Besuchern meines Blogs einmal von ganzen Herzen danken für die vielen, netten Kommentare, die mich jedes Mal so rühren und mich wirklich riesig freuen. So wünsche ich allen meinen Lesern klein & groß ein wunderschönes Osterfest mit einem so fleißigen Osterhasen, wie aus meiner Geschichte, vielen bunten Ostereiern & anderen Köstlichkeiten, strahlend blauem Himmel und eine ganz großen Portion Sonnenschein!

Herzlichst,

Sabine Seyffert


urherrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

Gute Nacht Geflüster

Glücklicherweise gehört meine jüngste Tochter zu den Kindern, die wirklich problemlos ins Bett gehen. Das kenn ich so von meinen drei anderen Kindern nicht und freu mich darüber sehr. Im Moment sind bei meiner jüngsten Tochter die Seyffertschen Flüstergeschichten der absolute Hit. Ohne die geht es derzeit nicht. Allerdings machen wir die Flüstergeschichte im Liegen, wenn schon das Licht aus und die Lichterkette am Bett an ist. Dann ist es so richtig gemütlich und stimmungsvoll. Schließlich soll dieses kleine Ritual ja beim Einschlafen helfen. Und weil die letzten Tage immer so schön die Sonne geschienen hat und sich die ersten Frühjahrsboten zeigen, gab es vor kurzem die folgende Flüstergeschichte zum Einschlafen:

Schneeglöckchen Flüster

Oh, schau mal da, mitten in deiner Hand leuchtet etwas Weißes, Klitzekleines…

Mit dem Zeigefinger leicht in die offene Hand des Kindes drücken und punktuell massieren.

Weist du was das ist? Ein kleines Schneeglöckchen. Die Sonne hat es aus seinem Winterschlaf geweckt, so dass es sein weißes Köpfchen aus der Erde hinaus gestreckt hat…

Mit dem Zeigefinger streicht man nun in der Handinnenfläche des Kindes mehrfach Hin und Her um die Hand Innen auf diese Weise zu massieren.

Das kleine Schneeglöckchen ist neugierig und so wächst es immer höher und reckt sein kleines Köpfchen…

Mit der Hand, mit der man massiert, umfasst man nun das Handgelenk des Kindes und dreht seine Hand (den Arm des Kindes weiterhin umfassen!) dabei in ruhigem Tempo abwechselnd nach Links und Rechts. Dabei rutscht man mit seiner Hand nach und nach den Arm des Kindes weiter hinauf.

Das Schneeglöckchen ist rundum glücklich und freut sich über den Sonnenschein. Ach, die Sonne tut vielleicht gut. Kannst du die Sonne spüren?

Dazu reibt man beide Handflächen schnell und kräftig aneinander. Sind die Hände warm, legt man sie an die Stelle auf den Arm des Kindes, an der man zuvor mit dem „Massieren“ aufgehört hat. Sobald die Wärme spürbar nachlässt, werden die Hände erneut gerieben und an etwas höherer Stelle am Arm des Kindes aufgelegt. Das wiederholt man solang bis man schließlich an der Schulter angekommen ist.

Langsam neigt sich der Tag dem Ende. Ein sanfter Abendwind kommt daher und schaukelt das kleine Schneeglöckchen sanft und sacht… Ganz ruhig und regelmäßig schaukelt der Abendwind…

Mit beiden Händen die Schulter des Kindes umfassen und diese dabei ganz sanft (denn das Kind soll dabei zur Ruhe kommen!) und gleichmäßig schaukeln.

Das Schneeglöckchen gähnt müde…

Gemeinsam mit dem Kind laut gähnen, das lockert die Gesichtspartien.

Und schließlich schlüpft das Schneeglöckchen zu dir ins Ohr und schläft dort ganz schnell ein…

Man streichelt das Ohr des Kindes sanft mit Zeigefinger und Daumen durch und „huscht“ dann vorsichtig (!) ins Ohr.

Gute Nacht und träum recht schön…

***

Eine Auswahl an Flüstergeschichten wie dieser sowie Ideen zum Thema Einschlafen findet man übrigens in meinem bei Kösel erschienen Buch Bald schon kommt der Sandmann ISBN: 978-3-466-30860-6.
urherrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

Blau, Himmelblau, Knallblau…

Bei Luzia Pimpinella dreht es sich in dieser Woche um „Knallblau – bright blue“. Blau ist eine meiner Lieblingsfarben. Und so taucht die Farbe Blau auch in vielen meiner Geschichten und Fantasiereisen auf: Ob als kleines Abenteuer auf hoher See, als Unterwasserreise im tiefen, blauen Meer, bei einer zauberhaften Wolkenreise, einem Besuch im strahlend blauen Himmel oder einem Spaziergang am dunkelblauen Abendhimmel unter dem Sternenzelt…

Weil mir durch Zufall ein Foto in die Hände fiel, das im letzten Jahr bei einem tollen Wochenendausflug entstanden ist, gibt es heute mal wieder eine kurze Entspannungseinheit für die „Großen“, die ich zu dem Bild so wunderbar passend finde. Sowohl bei dem Bild als auch bei der Geschichte hat man das Gefühl dem Himmel ganz nah zu sein! Viel Freude bei dem kleinen Ausflug ins Land der Fantasie…

 blau copy

Eine Wanderung in den Bergen

Stell dir einmal vor, es ist ein wunderschöner Tag. Die Sonne scheint und am Himmel zieht keine einzige Wolke entlang. Der Himmel ist einfach nur blau, knallig blau, herrlich himmelblau… Du bist ganz ruhig und entspannt… So nimmst du deinen Rucksack und setzt ihn dir auf die Schultern. Und als du deine festen Wanderschuhe angezogen hast, machst du dich auf den Weg in die Berge. Ein kleiner, schöner Pfad schlängelt sich den Berghang hinauf. Mit gemütlichen Schritten erklimmst du den Berg Schritt für Schritt… Immer höher steigst du hinauf… Als du schließlich den Berggipfel erreicht hast, ist es Zeit für eine Pause. Die hast du dir wirklich verdient. So legst du dich der Länge nach auf die weiche, kuschelige Decke, die du in deinem Rucksack mitgenommen hast… Die wunderbar frische Luft hier oben, macht deinen Kopf ganz frei und lässt dich alles andere für eine Weile vergessen… Du hast eine herrliche Aussicht von hier oben. Aber das Beste ist der strahlend blaue Himmel direkt über dir. Du hast das Gefühl den Himmel direkt mit deinen Händen greifen zu können. Einfach herrlich!

Du spürst den Boden unter dir, ganz bequem liegst du da und bist nun ganz ruhig und ent­spannt… In deinen Armen und Beinen spürst du ein angenehmes Gefühl von Schwe­re… Ganz schwer sind deine Arme und Beine… Spüre die Schwere in deinen Ar­men und Beinen… Beide Arme und Beine sind schwer… Die Sonne, die heute so wunderbar scheint, wärmt dich mit ihren Strahlen… Wohlig warm fühlen sich die Sonnenstrahlen auf deinen Armen und Beinen an… Beide Arme und Beine sind warm, wunderbar warm… Du kannst richtig spüren, wie die wohltuende Wärme durch deine Arme und Beine hindurchströmt… Die Wärme tut gut und schenkt dir neue Kraft… Während du daliegst, bemerkst du deinen Atem… Dein Atem geht ganz ruhig und regelmäßig… Vollkommen ruhig und gleichmäßig geht dein Atem… Lass es einfach in dir atmen, ruhig und regelmäßig… Und du bist vollkommen ruhig und entspannt…

Schließlich fühlst du dich rundum erholt und voller Kraft. Du genießt noch einen Moment die Aussicht von hier oben und dann machst du dich langsam aber sicher auf den Heimweg…

=>Die Übung bitte anschließend durch das Zurücknehmen beenden!

urherrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

Im Garten steht ein Schneemann…

Mach es dir so richtig gemütlich. Wenn Du magst kuschele dich tief in eine Decke und leg dein Kopf auf ein kleines Kissen. Schließe dann deine Augen und spüre einen Moment lang in dich hinein ob du dich auch wirklich rundum wohl fühlst und dich nichts mehr stört…

Stell dir vor es ist Winter: Ein richtig schöner Wintertag, wie man ihn gerne hat. Du schlüpfst in deine warmen Sachen, setzt die Mütze auf und bindest dir einen Schal um den Hals. Jetzt noch in die warmen Stiefel geschlüpft und Handschuh an und ab geht’s nach Draußen…

Fröhlich läufst du durch den verschneiten Garten und freust dich über den vielen neuen Schnee. Hier ist es einfach wunderbar. Vor allem das Spielen im Schnee macht großen Spaß. So legst du dich der Länge nach in den Schnee und wackelst mit Armen und Beinen. Als du vorsichtig aufstehst, bleibt ein richtiger Schnee-Engel auf dem Boden zurück. Schön sieht er aus mit seinen großen Flügeln!

Schneemann mit Copyright

Du klopfst den restlichen Schnee von Jacke und Hose und betrachtest deinen Schnee-Engel noch eine Weile. Dann hast du auch gleich die nächste Idee. Mit deinen Händen, die in den warmen Handschuhen stecken, formst du eine kleine Kugel aus dem Schnee. Das klappt wunderbar, denn der Schnee ist richtig schön pappig. Dann legst du die kleine Kugel auf den Boden und rollst diese durch den Schnee. Immer weiter und weiter, bis die Kugel schließlich richtig schön rund und groß ist. Du platzierst die Schneekugel direkt unter dem Apfelbaum, der im Sommer immer wunderbar rote Äpfel trägt. Doch nun sind die Äste kahl und sehen aus wie mit einer dicken Schicht Puderzucker bestäubt…

Dann formst du eine zweite Kugel und rollst diese durch den Schnee. Schließlich ist auch diese groß genug, so dass du diese mittig auf die erste Kugel setzen kannst. Nun fehlt dem Schneemann nur noch ein Kopf. Daher rollst du eine dritte, etwas kleiner Kugel. Jetzt braucht der Schneemann nur noch ein Gesicht. Hinten am Gartenhaus findest du noch ein paar Steine sowie einen Tannenzapfen, den der Schneemann als lange Nase bekommt, fertig! Lustig sieht er aus, der Schneemann, wie er so unter dem winterlichen Apfelbaum steht und dich anlächelt. Eine kleine Meise kommt angeflogen und setzt sich dem Schneemann auf die Schulter. Nun hat er etwas Gesellschaft!

„Tschüss, bis morgen!“ rufst du dem Schneemann noch zu, bevor du zurück ins Haus läufst.

Drinnen ziehst du dir die dicken Sachen aus und machst es dir im Sessel bequem, der an der Terrassentür steht. Von hier aus kannst du in den verschneiten Garten schauen…

Während du gemütlich da sitzt merkst du, wie ruhig und entspannt du nun bist… Auch der Garten liegt still und friedlich da… Du spürst in deinen Armen und Beinen eine angenehme Schwere… Ganz schwer sind deine Arme und Beine nun… Deutlich kannst du die Schwere in deinen Armen und Beinen spüren… Ja, dein ganzer Körper ist schwer und wunderbar entspannt… Die Decke, in die du dich eingekuschelt hast, hält dich warm und geborgen… Du spürst, wie wohlige Wärme durch deine Arme und Beine strömt… Beide Arme und Beine sind warm, wunderbar warm… Die wohltuende Wärme strömt durch Arme und Beine… Bis dein ganzer Körper ganz warm und entspannt ist

So sitzt du da und schaust in den Garten… Sanft bewegt der Wind die verschneiten Tannenbäume im Garten so, dass die Baumwipfel sich ganz sanft von einer Seite zur anderen beugen… Ganz ruhig und regelmäßig bewegen sich die Baumwipfel hin und her… Ebenso ruhig und regelmäßig fließt sein Atem… Dein Atem geht ruhig und regelmäßig ein und aus… Lass deinen Atem einfach in dir fließen, ganz ruhig und gleichmäßig

 Du merkst wie wieder neue Kraft in dir fließt. Herrlich ausgeruht und wunderbar entspannt fühlst du dich…

 Hinweis: Bitte die Entspannungsgeschichte im Anschluss durch das Zurücknehmen beenden!

urherrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

Hurra, hurra – der Winter ist nun da!

Eine winterliche Fantasiereise

Mach es dir bequem und schließe deine Augen. Dann höre einen Moment lang in dich hinein, ob dich auch nichts mehr stört… Wenn du dich rundum wohl fühlst, höre der Geschichte zu, die ich dir heute mitgebracht habe…

Wintergeschichte

Stell dir vor es ist früh am Morgen. Du ziehst deine warmen Wintersachen an, bindest dir den Schal um, setzt deine Mütze auf und vergisst auch die Handschuhe nicht. Dann geht es ab nach Draußen…

Noch ist es dunkel, aber der Schnee, der alles wie ein warmer Wintermantel sicher umhüllt, leuchtet hell. Im Schein der Laternen beobachtest du die Schneeflocken wie sie ganz leise und vollkommen lautlos vom Himmel segeln und vergnügt in der kühlen Winterluft tanzen. Wunderschön sieht das aus!

So spazierst du die Straße entlang und genießt die wohltuende Ruhe und Stille zu dieser Tageszeit. Mit jedem Atemzug macht sich auch in dir eine tiefe Ruhe breit. Du bist vollkommen ruhig und entspannt.

Der Schnee knirscht leise unter deinen Schritten. Nur hier und da kannst du schon Spuren in der frischen Schneedecke erkennen. Es muss die ganze Nacht hindurch geschneit haben. In den Vorgärten ist alles wunderbar weiß und du freust dich schon darauf am Nachmittag im Garten einen großen Schneemann zu bauen.

 Fröhlich schlenderst du durch die Straßen und kommst schließlich an den kleinen Stadtpark. Hier ist es noch menschenleer und über dem Park scheint eine Art Winterzauber zu liegen. Ein kleines Eichhörnchen huscht an dir vorbei und nickt dir zur Begrüßung freundlich zu. Sicher ist es auf der Suche nach ein paar Nüssen, die es im Herbst hier in der Nähe versteckt hat.

Du gehst an dem kleinen Teich vorbei, auf dem im Sommer die Enten schwimmen und fröhlich schnattern. Doch jetzt ist der Teich mit einer dicken Eisschicht überzogen. Im Licht der langsam aufgehenden Sonne glitzert und funkelt das Eis silbern. An Nachmittagen im Winter, wenn es richtig kalt ist, kann man hier sogar Schlittschuhlaufen. Das macht riesig Spaß. Beim Gedanken daran spürst du eine angenehme Schwere in Armen und Beinen… Beide Arme und Beine sind schwer… Ganz schwer fühlen sich deine Arme und Beine an

Das hohe Gras am Rand des Teiches ist über und über mit Eiskristallen bedeckt. Die Kristalle sehen aus wie unzählige kleine Wintersterne, einfach wunderschön! Es hat inzwischen aufgehört zu schneien und die Wintersonne steigt immer höher am winterlich blauen Himmel und heißt den neuen Tag Willkommen. Die Sonnenstrahlen scheinen dir wohlgesonnen. Du spürst ihre wohltuende Wärme ganz deutlich in deinen Armen und Beinen… Beide Arme und Beine sind warm, wunderbar warm… Immer mehr Wärme macht sich tief in dir breit und schenkt dir neue Kraft und Energie… Dein ganzer Körper ist nun wunderbar warm…

Langsam ist es Zeit für den Rückweg. In den winterlich kahlen Baumkronen scheint sich das Leben zu regen. Hier und da hörst du das leise Zwitschern und Tirilieren der Vögel, die dem Winter trotzen. Ein sanfter Wind fährt durch die Baumkronen und lässt auch das vom Winter weiß gemalte Gras ganz sacht hin und herwehen… Ganz ruhig und regelmäßig… Genau so ruhig und gleichmäßig fließt dein Atem… Lass es einfach in dir atmen… Ruhig und regelmäßig… Ganz ruhig und gleichmäßig atmet es in dir… Dein Atem fließt vollkommen ruhig und regelmäßig…

Der Spaziergang am frühen Morgen hat gut getan und alle Müdigkeit von dir genommen. Du kehrst schließlich gut gelaunt und voller Kraft nach Hause zurück. Da warten schon ein leckeres Frühstück und ein warmer Kakao auf dich. So macht der Winter richtig Spaß!

Wichtiger Hinweis: Bitte im Anschluss dieser Fantasiereise die Übung durch das Zurücknehmen beenden – die Hände zu festen Fäusten ballen, sich ausgiebig recken und strecken und mehrfach tief ein- und ausatmen. Außer man nutzt diese Geschichte zum Einschlafen, in dem Fall entfällt das Zurücknehmen natürlich!


urherrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

Fantasiereisen – was sollte man beachten?

Bank bearbeitet

Im Grunde kann jeder, auch Ungeübte, Fantasiereisen mit Kindern durchführen. Im Vorfeld sollte man ein paar Dinge beachten, damit die Entspannungsgeschichten ihre Wirkung auch wirklich entfalten können und zum gewünschten Erfolg führen. Daher an dieser Stelle einige Tipps, die zu einem guten Gelingen beitragen und somit den gewünschten Entspannungseffekt herbeiführen werden:

* Sind die Kinder noch unerfahren, was das Thema Entspannung oder Fantasiereisen betrifft, sollten Sie für den Anfang erst einmal eine kürzere Fantasiereise wählen um zu testen wie das Kind auf diese Art Geschichten überhaupt reagiert. Alternativ können Sie auch erst einmal mit einem Entspannungsrätsel starten, das nur eine kurze Zeitspanne dauert und deutlich kürzer ist.

* Sind Sie unsicher? Dann bereiten Sie die Entspannungsgeschichte gut vor. Das heißt im Klartext, dass die Geschichte von Ihnen vorab ganz durchgesehen und auf Fremdwörter oder schwierige Begriffe „untersucht“ werden sollte. Scheinen Ihnen Passagen, Redewendungen zu schwierig oder fremd, formulieren Sie diese im Vorfeld einfach mit eigenen Worten um, so dass die Kinder während der Geschichte nicht ins Stocken oder Grübeln kommen. Denn das würde die Wirkung gleich zu Nichte machen!

* Übung macht den Meister – das betrifft nicht nur die Kinder, denen es mit jeder Fantasiereise leichter fällt zu entspannen, sondern auch Sie als Erzähler. Nehmen Sie sich einfach Zeit um das Vorlesen und Erzählen von Fantasiereisen zu üben. Je ruhiger und sanfter Sie den Text vortragen, desto leichter fällt es Kindern sich auf das Erzählte einzulassen und abzuschalten. Das richtige Vortragen ist nicht ganz leicht, da man Bilderbücher oder andere Geschichten anders vorliest. Bei Fantasiereisen steht die Entspannung im Vordergrund, die Kinder sollen während der Geschichte zur Ruhe kommen. Da ist es natürlich wichtig, diese Ruhe auch beim Erzählen auszustrahlen um es den Kindern leichter zu machen.

* Kinder sind kreative Köpfe, die eine ausgesprochen lebendige Fantasie haben. Da die Entspannungsgeschichten außer der Entspannung auch die Fantasie und Kreativität fördern, sollten Sie beim Erzählen ausreichend Pausen zulassen. Die Kinder sollen sich das Erzählte vor ihrem inneren Auge lebendig vorstellen können. Und je mehr Impulse und Anregungen sie durch die Geschichte bekommen, desto länger dauert es sich dies bildlich auszumalen. Machen Sie daher nach jedem Satz eine kleinere Pause. Je nach Verlauf einer Geschichte können Pausen auch schon mal eine Minute (oder länger) dauern. Dies ist meist durch entsprechende Absätze oder Anmerkungen in Fantasiereisen gekennzeichnet.

* Nehmen Sie sich Zeit – eine ganz wichtige Voraussetzung für gutes Gelingen. Mal eben zwischen „Tür und Angel“ macht es keinen Spaß und wird den Kindern auch die gewünschte Ruhe nicht vermitteln. Denken Sie daran, dass Sie hier als Vorbild stehen und Kinder spüren, ob Sie dies authentisch rüberbringen und an das Glauben, was sie sagen. Also im Zweifelsfall lieber auf einen anderen Zeitpunkt ausweichen, das Telefon ausstellen und die gemeinsame Zeit genießen!

* Schaffen Sie eine gemütliche Atmosphäre in der sich alle wohl fühlen. Dazu gehört ein geeigneter Platz für jedes Kind, an dem es sich nach Herzenslust bequem und gemütlich machen kann. Eine wichtige Voraussetzung um sich auf die Entspannung bzw. Fantasiereise einlassen zu können. Eine bequeme Unterlage (Bett, Matte, Decke), ein kleines Kissen für den Kopf und ggf. eine kuschelige Decke zum Zudecken unterstützen die Entspannung zusätzlich.

* Geben Sie den Kindern Zeit zum Einstieg. Auf Knopfdruck kann fast niemand entspannten. Kinder brauchen etwas Zeit um sich einzustimmen und zur Ruhe zu kommen. Da klappt es nicht gleich mit dem Text der Fantasiereise zu starten. Ähnlich wie bei den Entspannungsrätseln brauchen Kinder eine kleine Einleitung, in der sie aufgefordert werden sich hinzulegen, es sich bequem zu machen, die Augen zu schließen und in der gewählten Übungshaltung zurechtzufinden.

* Jede Fantasiereise, egal wie lang sie letzten Endes ist, geht einmal zu Ende. Hier ist es wichtig, dass die Kinder im Anschluss durch ein Signal wieder „aufgeweckt“ und ins Hier und Jetzt zurückgeholt werden. Der Körper mit seinen Funktionen muss nun wieder hellwach sein und funktionieren. Daher sollten Sie die Kinder bitten tief Ein- und Auszuatmen, die Hände mehrfach zu festen Fäusten zu ballen, sich ausgiebig zu Recken, Strecken und zu Räkeln.

Wundern Sie Sie sich nicht – jeder hat sein eigenes Tempo. Ein Kind ist sofort wieder hellwach und ein anderes braucht einige Zeit um wieder ganz wach und fit zu sein. Das ist ganz normal.

* Vielen Kindern tut es gut sich um Anschluss an eine erlebte Fantasiereise auszutauschen um das Erlebte zu verarbeiten. Manche Kinder sind ganz redselig und möchten über ihre Gefühle sprechen, andere erzählen die Fantasiereise mit ihren eigenen Worten nach und wieder andere malen das Erlebte gerne auf und bringen dies zu Papier. Planen Sie daher etwas Zeit hierfür ein.

 

urherrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

Fantasiereisen – was ist das?

Wolkentor

Entspannungsgeschichten oder auch sogenannten Fantasiereisen sind eine wunderbare Möglichkeit um Kinder an das Thema Entspannung heranzuführen. Denn welches Kind liebt keine Märchen oder Geschichten, die einen verzaubern und mitnehmen in fabelhafte Welten, die Mut machen oder gar Kraft schenken?
Diese Geschichten nehmen die Kinder auf einfühlsame Art mit ins Land der Fantasie, wo sie dem grauen und oft stressigen Alltag für eine Weile entfliehen können: Hier fühlt man sich wohl, geborgen und geliebt. Man ist mutig, stark und selbstbewusst. Darüber hinaus besitzt man in Fantasiereisen oft besondere Fähigkeiten, die im realen Leben fehlen und so natürlich nicht funktionieren: Zaubern, fliegen, unter Wasser Abenteuer erleben, mit Tieren sprechen und an magische Orte reisen. Das ist in Fantasiereisen ganz normal. Besonders wichtig ist, dass man in den Geschichten neue Kraft sammeln kann und die innere Ruhe wiederfindet, die für Gelassenheit und ein gutes Selbstwertgefühl sorgt.

Warum ist dies nicht bei allen Geschichten aus Bilderbüchern, Vorlesebüchern u.a. der Fall? Weil Fantasiereisen ganz bestimmte Merkmale besitzen. Außerdem haben diese einen ganz besonderen Aufbau und Ablauf haben. In den Fantasiereisen selbst sind in der Regel Elemente aus der Entspannungsmethode, dem Autogenen Training eingebettet, die den Entspannungseffekt hervorrufen: Ruhe, Schwere, wohltuende Wärme und manches Mal auch den ruhigen, ganz regelmäßigen Atem…

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass fast jedes Kind einen guten Zugang zu Fantasiereisen findet. Kinder merken sehr schnell wie gut diese Art Geschichten ihnen tun und fordern diese bereits nach kurzer Zeit selbst aufs Neue ein. Die Geschichten sind eine kindgerechte, ganz spielerische, fantasievolle Art um Kindern das Thema Entspannung nahezubringen und sie damit vertraut zu machen.
Die Wirkung der Fantasiereisen macht sich rasch bemerkbar. Viele Kinder sind im Anschluss nicht nur spürbar ruhiger und entspannter sondern reagieren sensibler auf Außenreize. Das ist ein erster guter Schritt zur inneren Ruhe!

Machen Sie den Kindern (und auch sich) die Freude und binden Sie Fantasiereisen in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern oder im häuslichen Familienalltag mit ein. Ob als Ruhephase am Mittag, nach dem Kindergarten oder nach Schulschluss, vor den Hausaufgaben um neue Kraft zu tanken, immer dann wenn „die Luft raus ist“ oder am Abend um einen harmonischen Tagesabschluss zu finden – Fantasiereisen lassen sich vielseitig und zu fast jedem Anlass anwenden. Probieren Sie es einfach aus und lassen sich überraschen! Auch Sie als „Erzähler“ werden bei jeder Fantasiereise die wohltuende Ruhe spüren und dabei neue Kräfte mobilisieren können!

urherrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert