Geschichte zum Vorlesen: Als der Osterhase krank war

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Damit ihr euren Kindern das Warten auf die Ostereiersuche etwas verkürzen könnt, gibt es heute als kleines Ostergeschenk noch eine Vorlesegeschichten zu Ostern. Macht es euch gemütlich und viel Spaß beim Lesen!

Wie jedes Jahr zu dieser Zeit hat der Osterhase viel zu tun. Gerade eben war der Eier-Express da und hat viele Kartons mit frischen Eiern geliefert.
„So viele Eier!“ denkt der Osterhase bei sich, während er einen schweren Eierkarton nach dem nächsten in seinen Bau bringt.
„Puh, geschafft!“ stöhnt der Osterhase und wischt sich den Schweiß von den langen Hasenohren. „Zur Stärkung brauch ich erst mal ein Glas Möhrensaft.“

Nachdem sich der Osterhase einen Moment ausgeruht hat, holt er aus einer Kiste viele Töpfe hervor. Darin sind die Farben, die er zum Bemalen der vielen Eier braucht. Schließlich sollen die Kinder kunterbunte Eier suchen, weiße Eier gibt’s ja das ganze Jahr über.
Und so bemalt der Osterhase ein Ei nach dem anderen. Bis endlich kein einziges Ei mehr weiß ist! „Toll!“ ruft der Osterhase, „So schnell war ich noch nie fertig!“
Da macht es knacks und der Osterhase rutscht so furchtbar aus, dass er durch die ganze Hasenküche hindurch schliddert und mit einem Rums auf seinem Stummelschwanz landet. „Au! Au weh, meine rechte Pfote tut so weh!“
Jammernd hockt der Osterhase auf dem Boden und kann vor lauter Schmerzen gar nicht alleine aufstehen.
„Hallo?“ hört der Osterhase eine Stimme rufen. Da kommt auch schon das Eichhörnchen um die Ecke gesprungen. „Das ist ja toll, so viele bunte Eier!“ ruft das Eichhörnchen begeistert. „Hast du die alle ganz allein bemalt!? Aber Osterhase, was ist denn mit dir los?“ Vorsichtig setzt sich das Eichhörnchen neben den Osterhasen und lässt sich die Pfote zeigen. „Das haben wir gleich!“ sagt das Eichhörnchen und kramt in seinem Rucksack, dass es stets bei sich trägt. Ganz vorsichtig schmiert das Eichhörnchen eine gut riechende Salbe auf die Pfote des Osterhasen und bindet einen dicken Verband darum. „So, lieber Osterhase, nun brauchst du ein paar Tage Ruhe und dann kannst du wieder mit den anderen Hasen um die Wette hoppeln!“
„Was?“ ruft der Osterhase entsetzt. „Ein paar Tage Ruhe? Wie stellst du dir das denn bitte vor? Morgen ist Ostern, da muss ich in aller Frühe los und den Kindern die bunten Eier verstecken!“
„Tja.“ erwidert das Eichhörnchen. „Wenn du bald wieder ohne Schmerzen Herumhoppeln willst, solltest du dir schon ein paar Tage Bettruhe gönnen. Aber ich habe schon eine Idee, wie die Kinder zu ihren Eiern kommen. Warte, ich bin gleich wieder da.“ Und schnell wie der Blitz ist das Eichhörnchen verschwunden.

Eine Stunde später kommt das Eichhörnchen wieder. Aber es ist nicht allein: Willy, die Waldmaus mit seiner Frau und den Kindern sind da, der gute, alte Dachs, der stets zur Stelle ist, wenn man Hilfe braucht, der scheue Igel und sogar der vorwitzige Buntspecht ist mitgekommen. „So“, sagt das Eichhörnchen. „Hier kommt die Verstärkung. Erzähl uns, was wir tun sollen und dann werden wir in diesem Jahr mal Osterhase spielen, was hältst du davon?“ sagt das Eichhörnchen und schaut den Osterhasen dabei fragend an.
„Das ist ja lieb, das ihr mir helfen wollt. Eigentlich ist es ja die Aufgabe des Osterhasen rechtzeitig zum Osterfest die Eier zu verstecken. Aber wenn es nun mal nicht anders geht, kann man auch mal eine kleine Ausnahme machen. So, dann hört mir alle mal gut zu…“
Die Tiere spitzen ihre Ohren und lauschen ganz aufmerksam den Worten des Osterhasen. Schließlich möchten sie beim Eierverstecken keine Fehler machen. Die Kinder freuen sich ja schon so auf Ostern.
Endlich hat der Osterhase alles ganz genau erklärt. Dabei hat keiner gemerkt, wie spät es geworden ist. Der gute, alte Dachs kocht einen leckeren Kakao zur Stärkung und anschließend machen sich die Tiere mit einem Handwagen voll bemalter Ostereier auf den Weg.

Nach ein paar Tagen Ruhe geht es dem Osterhasen endlich besser. Vorsichtig wagt er die ersten Hoppelsprünge. So richtig gut klappt das herumhoppeln noch nicht, aber wenigstens tut die Pfote nicht mehr weh.
Als er zurück in seinen Bau hoppelt, kommt ihm eine Idee. „Die Tiere haben mir so wundervoll geholfen die vielen Ostereier zu verstecken. Ich finde, sie haben eine Belohnung verdient. Und so bemalt der Osterhase die restlichen Eier, die er in seiner Küche findet, und lädt all seine Freunde ein, um ein tolles Osterhasen-Eier–Dankesfest zu feiern. Es wird das fröhlichste Fest, dass seit langem im Wald gefeiert wurde. Und die Tiere hatten so viel Spaß beim Verstecken der Eier, dass sie sich fest vornehmen im nächsten Jahr wieder zu helfen. „Na, das nenn´ ich großes Hasenglück!“ grinst der Hase und beißt lachend in ein buntes Ei hinein.

An dieser Stelle nochmal der Hinweis: Natürlich dürft ihr die Geschichte gerne privat verwenden und Kindern erzählen. Das Vervielfältigen ist jedoch aus urheberrechtlichen Gründen nicht erlaubt.

Ich wünsche euch und euren Familien kunterbunte Ostertage mit viel Sonnenschein und eine fröhliche Ostereiersuche!

Weitere Geschichten zum Vorlesen findet ihr übrigens in dieser Blog Kategorie, kreative DIY Ideen rund um die Osterzeit gibt es in dieser Rubrik und andere kreative Sachen auch an meinen Pinnwänden.

urheberrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

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Geschichte für Kinder zum Thema Weihnachten: Adventskalender

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Seit diesem Jahr gibt es auf dem Blog eine ganz neue Rubrik: Geschichten. Dort findet ihr kürzere Geschichten zum Vorlesen für kleinere Kinder im Kindergartenalter. Natürlich darf dort auch eine weihnachtliche Vorlesegeschichte nicht fehlen. Und da der Dezember in greifbare Nähe rutscht, dreht sich in der heutigen Geschichte alles um den Adventskalender. Dieser ist für Kinder ein echtes Muss und läutet die spannendste Zeit im Jahr ein.

Sind eure Kinder auch immer so aufgeregt, wenn der erste Dezember naht? Ich erinnere mich noch gut an die Zeit als unsere Kinder klein waren und am letzten Abend im November kaum einschlafen konnten. Um dann nach ganz kurzer Nacht am ersten Dezember in aller Frühe aus dem Bett zu springen um das erste Türchen am Adventskalender zu öffnen…

Alle Jahre wieder…

Als Luca an diesem Morgen aufwacht, wartet schon eine tolle Überraschung auf ihn: An der Wand im Wohnzimmer hängt ein großer Tannenbaum, den Mama aus grünem Papier ausgeschnitten und verziert hat.
Und an diesem großen Baum hängen 24 kleinen Päckchen, die kunterbunt verpackt und nummeriert sind.
„Heute musst du das Päckchen mit der Nummer 1 finden. Das darfst du dann öffnen. Und morgen kommt dann die Überraschung mit der Nummer 2 dran. Bis du schließlich das letzte Päckchen öffnest. Dann ist auch endlich Weihnachten!“ erklärt Mama.

Zusammen suchen Mama und Luca das Päckchen mit der Eins. Es ist kugelrund und in rotes Papier gewickelt. Was mag das wohl sein? Luca packt das kleine Geschenk schnell aus und zum Vorschein kommt ein bunter Flummi.
„Toll!“ sagt Luca und lässt den Flummiball auch gleich durchs Wohnzimmer hüpfen.

Was wohl in den anderen Päckchen sein mag? Aber das wird natürlich noch nicht verraten.

An dieser Stelle nochmal der Hinweis: Natürlich dürft ihr die Geschichte gerne privat verwenden und Kindern erzählen. Das Vervielfältigen ist jedoch aus urheberrechtlichen Gründen nicht erlaubt, da viele der hier gezeigten Ideen aus meinen Büchern stammen.

Auch wenn es noch ein paar Tage bis Dezember dauert – euch allen schon einmal einen wunderbaren Start in die Vorweihnachtszeit.

Weitere DIY Ideen rund um die Weihnachtszeit und den Advent findet ihr übrigens in dieser Blog Kategorie, noch mehr Vorlesegeschichten für Kinder gibt es in dieser Rubrik oder meinen Büchern, entspannende Fantasiereisen zum Träumen und Wohlfühlen sind in diesem Blog Ordner und andere kreative Sachen auch an meinen Pinnwänden.

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Ein Ferientag im Garten – Geschichte für Kinder

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Die Sommerferien sind in einigen Bundesländern bereits gestartet. Da wartet jede Menge Zeit zum Verschnaufen, um die Akkus wieder aufzuladen, zum Verreisen, Spielen, für Ausflüge, Unternehmungen, ein Picknick im Grünen, Radtouren und Basteln.
Da aber nicht alle in Urlaub fahren und mit Sicherheit auch nicht jeder die gesamten Schulferien über in Ferien ist, habe ich heute eine kleine Vorlesegeschichte für alle Daheimgebliebene von euch. Vielleicht inspiriert euch diese ja auch um die Ferientage entspannt in der Heimat zu verbringen und gibt euch ein paar kreative Ideen wie ihr euch es auch Zuhause schön machen und die Ferienzeit in vollen Zügen genießen könnt.

Laurenz und Valentin bleiben in diesen Ferien zu Hause. Heute ist so ein schöner Tag. Der Himmel ist wunderbar blau und die Sonne scheint hell und warm. Genau richtig um den Tag im Garten zu verbringen. Im Garten steht schon das kleine Planschbecken, dass Mama mit warmem Wasser gefüllt hat. Laurenz und Valentin schmieren sich mit Sonnencreme ein. „Sieht aus wie geschmolzenes Vanille-Eis“, findet Valentin und lacht. Sie planschen, spritzen und toben im Wasser herum.

Am Nachmittag kommt Papa von der Arbeit. Unter dem Arm hat er ein dickes Bündel. „Überraschung“, ruft Papa und schon kommen die beiden Racker angeflitzt.
Das Bündel ist ein kleines Zelt. Und das baut Papa nun mit Laurenz und Valentins Hilfe auf.
„Cool“, findet Laurenz und ist begeistert. „Super!“, stimmt auch Valentin seinem Bruder zu.
„Dann ist ja gut!“, lacht Papa und weil Ferien sind, dürfen die beiden Jungs heute Nacht im Zelt übernachten. Papa natürlich auch.
Dazu holen sie die Isomatten aus dem Keller und drei Schlafsäcke. Am liebsten würden sich Laurenz und Valentin auf der Stelle schlafen legen.
„Dazu ist es noch viel zu früh!“, lacht Mama, die die beiden sonst abends nie ins Bett bekommt. „Erst gibt es noch Abendbrot.“
Und weil Ferien sind, wird heute Abend ganz gemütlich gegrillt und im Garten gesessen.
„Fast wie auf dem Campingplatz.“, meint Laurenz. „Nur viel gemütlicher!“

Vor kurzem habe ich euch schon eine Geschichte zum Vorlesen auf dem Blog vorgestellt, diese findet ihr hier. Und falls ihr Tipps und Ideen habt, wie man auch ohne zu Verreisen Spaß haben und die Tage genießen kann, schreibt mir gerne alles in die Kommentare.

Weitere Ideen zum Thema Ferien & Verreisen findet ihr übrigens in dieser Blog Kategorie, spannende Ausflugstipps gibt es in dieser Rubrik, bunte Bastelideen für Kinder werden in diesem Blog Ordner gesammelt und andere kreative Sachen auch an meinen Pinterest Pinnwänden.

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Geschichte für Kinder: Mutig, mutig!

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Bei mir haben sich im Laufe meiner Autortätigkeit allerhand Geschichten für Kinder angesammelt. Daher habe ich mir überlegt, dass ich auf dem Blog, neben den bei euch so beliebten Fantasiereisen, nun auch schöne Vorlesegeschichten für Kinder zeigen werde. Wie findet ihr diese Idee?

In der heutigen Geschichte geht es um das Thema Mut.

Aus aktuellem Anlass noch ein kurzer Hinweis, obwohl es bei jedem Blog Artikel deutlich gekennzeichnet ist: Natürlich dürft ihr die Geschichten (und anderen Ideen auf meinem Blog) herzlich gerne mit Kindern lesen, nachmachen, basteln, spielen, backen, kochen oder sonst wie umsetzen. Allerdings ist es aus urheberrechtlichen Gründen nicht erlaubt, dass Texte von meinem Blog ohne Genehmigung auf irgendeine Weise vervielfältigt werden. Vielen Dank für euer Verständnis.

Mama ist mit Leo und Mila ins Schwimmbad gefahren. Leo will sein Bronzeabzeichen machen, dass er für die Klassenfahrt braucht. Denn dort wollen sie mit den Kindern auch eine kleine Kanutour machen.
Leo muss dazu vom 1 Meterbrett springen. Kein Problem, denn Springen macht schließlich Spaß. Die 200 Meter schwimmen sind zwar ganz schön anstrengend, weil Leo nicht mehr als 15 Minuten dazu brauchen darf, aber auch das schafft Leo mit links.
Aber dann soll er einen Ring auf dem tiefen Wasser holen. Das traut sich Leo nicht so richtig.
„Angsthase!“ ruft Mila, die gar nicht verstehen kann, warum Leo sich nicht traut. Schließlich ist er doch ihr großer Bruder. Und als großer Bruder wird man wohl mutig genug sein um so eine Aufgabe zu meistern.
„Machs doch selber, wenn du dich traust!“ mault Leo seine kleine Schwester an und merkt richtig, wie in seinem Bauch die Wut zappelt und zwickt.
Kaum hat Leo das gesagt, taucht Mila unter und im Nu taucht sie mit dem Ring in der Hand wieder aus dem Wasser. „Hier!“ sagt Mila und reicht ihrem Bruder den Ring.
Leo bleibt vor lauter Staunen der Mund offen stehen.
„Mutig, mutig!“ schmunzelt Mama und klopft Mila anerkennend auf die Schulter.
„Doch das gilt leider nicht, den Ring muss Leo schon selbst heraufholen!“ findet auch der Bademeister, der am Beckenrand steht und Mila beim Tauchen beobachtet hat. „Ich denke, das schafft dein Bruder auch allein! Vielleicht hat die junge Dame ja Lust das Seepferdchen Abzeichen zu machen. Das Tauchen hast du ja bereits geschafft!“
Während Leo mit sich ringt, erklärt der Bademeister Mila das sie für das Seepferdchen Abzeichen noch eine ganze Bahn im großen Becken schwimmen muss.
„Eine ganze Bahn schaff ich nicht!“ erklärt Mila.
„Papperlapapp!“ sagt Leo. „Das schaffst du – ich schwimm einfach neben dir her und pass auf!“
„In Ordnung“, sagt Mila „aber danach traust du dich den Ring aus dem Wasser zu fischen!“
„Abgemacht.“ sagt Leo.
So springt Mila mutig im großen Becken ins Wasser und schwimmt Zug für Zug einmal die gesamte Bahn bis an die gegenüberliegende Seite.
„Bravo!“ ruft Leo und klatsch Beifall. „Das hast du super gemacht!“
„So und nun holst du noch den Ring!“ bestimmt Mila und macht Leo noch einmal vor, wie man am besten nach dem Ring taucht.
Und gleich beim ersten Versuch hat Leo Glück und taucht überglücklich samt Ring aus dem Wasser.
Nun haben beide ihr Schwimmabzeichen wirklich verdient. Gut gemacht ihr Beiden!

Weitere Geschichten in Form von entspannenden Fantasiereisen für Kinder findet ihr übrigens in dieser Blog Kategorie, kurzweilige Entspannungsrätsel findet ihr an dieser Stelle, alles rund um die Sommerzeit sind in diesem Blog Ordner und andere kreative DIY Ideen auch an meinen Pinnwänden.

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