Vatertag

Gestern morgen werde ich wach und höre bereits eins meiner Kinder unten in der Küche werkeln. Und das um gerade mal 7.00 Uhr in der Früh, wo doch Schulfrei ist und man natürlich prima lange Ausschlafen und das Leben genießen kann. Auch unsere jüngste Tochter ist bereits hellwach und putzmunter. Es nutzt nichts und ist egal, dass auch wir heute mal länger schlafen könnten. Raus aus den Federn, getreu dem Motto „Morgenstund hat gold im Mund“ und den letzten Rest Schlaf aus den Augen gewischt.
Unten in der Küche ist meine Tochter eifrig mit Aufräumen beschäftigt. Der Tisch ist bereits gedeckt, die Spülmaschine ausgeräumt (das war nicht zu überhören!) und das Wohnzimmer fast  festlich geschmückt. „Was ist denn hier los?“ entfährt es mir und zwei fassungslos dreinschauende Augen blinzeln mir schon fast kampfeslustig entgegen: „Eh, Mama?! Vatertag, was glaubst du denn? Immer und überall wird so ein Hype um Muttertag gemacht und an die Väter denkt niemand! Ein bisschen mehr Dankbarkeit und Anerkennung wäre schon angebracht!“

Vatertag 1

Sprachlos kippt meine Kinnlade wie von selbst eine Etage nach unten – noch nie haben wir in unserer Familie Vatertag gefeiert und Muttertag schon gar nicht. Da lege ich als Mutter überhaupt keinen Wert drauf. Und wenn jemand so etwas feiern sollte, dann ja wohl gerade die Mütter, die wie ich, mehrere Kinder haben. Viel lieber wäre mir, der Nachwuchs würde auch während des restlichen Jahres ein wenig mehr Anerkennung an den Tag legen.
Staunend spaziere ich ins Wohnzimmer und bin wirklich überwältigt. Der Tisch ist gedeckt, lauter Kerzen brennen, in der Tischmitte ein riesengroßer Blumenstrauß. Damit nicht genug, denn zwischen frisch gebackenem Frühstücksstuten und anderen Köstlichkeiten stapeln sich einige Tüten Chips, die mein Mann so liebt, wie ich Schokolade.
Fehlt eigentlich nur noch das Bier – oder was trinkt man so am Vatertag? Da kenn ich mich nun wirklich gar nicht aus, denn den feiern wir ja nie…

Vatertag 2

Jedenfalls ist die Überraschung gelungen, zumindest bei mir als Mutter. Dies ist einer der Momente, die ich „einfangen“ und am liebsten konservieren möchte, weil sie so wunderbar unvergesslich und einfach nur schön sind…

Gab es bei Euch auch Vatertagsüberraschungen oder dergleichen?


urherrechtlich geschützt, © Sabine Seyffert

12 thoughts on “Vatertag

  1. Bei uns sorgt das jüngste Tochterkind dafür, dass solche Tage nicht spurlos an uns vorbei ziehen…Sie hat schon immer gern verschenkt und für Überraschungen gesorgt…Mein Mann hat ein Mobile geschenkt bekommen, welche ich vielleicht mal auf meinem Blog zeigen werde…LG Lotta.

    • Sabine Sabine

      Deine jüngste Tochter scheint ja ebenso bastelfreudig zu sein, wie unsere. Habe Eure Frühlingspost heute morgen schon bewundert 🙂
      Jemand zu überraschen und anderen eine Freude zu machen, finde ich selbst großartig und tu es selbst gerne. Aber darin bist du ja ebenso geübt 😉
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Euch allen!
      Sabine

  2. Was für eine tolle Überraschung von deiner Tochter.
    Sicher hat sich auch der Vater sehr darüber gefreut.
    Bei uns wird so etwas eigentlich nicht gefeiert, aber
    für Überrschungen, vor allem so gelungen und positive,
    ist man immer wieder gerne.

    Eine tolle Geschichte.

    LG,
    edina.

  3. Nette Idee von Deinen Sprößlingen, liebe Sabine. Ich mag ja subversive Ideen, obwohl: es gibt ja auch wirklich einen Vatertag…. Noch eine Frage: was sind denn Frühstücksstuten? Ich weiß ja, dass Deine Tochter pferdelieb ist, aber ein Ross zum Frühstück??? ;-))))
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Sonja

    • Sabine Sabine

      Liebe Sonja,
      mit Pferden hat das nichts zu tun, zudem wir uns rein vegetarisch ernähren und somit es bestimmt keine solchen zum Frühstück geben würde 🙂
      Ein Stuten ist ein süßer Hefeplatz oder Hefezopf, wobei es bei Euch ja meines Wissens „Germ“ heisst. Also im weitesten Sinne ein längerlicher Germknödel ohne Füllung und in Scheiben… Oh je – ich hoffe damit bringe ich nun nicht alles durcheinander!?

      Liebe Grüße in Richtung Wien,
      Sabine

  4. Liebe Sabine,

    ich finde, das war doch eine gelungene Überraschung. Nun wüsste ich aber gerne noch, was der Herr Papa gesagt hat.

    Ich hoffe, der Muttertag geht dieses Jahr nicht spurlos an dir vorüber, da wäre die Enttäuschung nach dieser Vatertagsüberaschung doch bestimmt diesmal groß.

    LG

    • Sabine Sabine

      Liebe Rebekka,
      der fand es super und hat sich natürlich sehr gefreut 🙂
      Liebe Grüße
      Sabine

  5. Liebe Sabine,
    bei uns ist Vatertag erst am 9. Juni.
    Aber am Sonntag Muttertag, bei dem ich an und für sich deiner Meinung bin. Allerdings feiert ihn der Wirbelwind so gerne. Und so ist’s eigentlich mehr ein Wirbelwindfest. Letztes Jahr, muss ich allerdings zugeben, war der Muttertag bezaubernd – im Kindergarten gab es ein Frühstückscafé für die Mamas am Freitag davor – und das war einfach berührend schön.
    Wenn’s nach mir ginge wäre der Muttertag ein Tag einmal nur für mich, nicht zuhause, damit ich nicht dauernd die liegengebliebene Hausarbeit sehe, ohne Schimpfen und dauernd schauen und aufpassen Müssen, ein Tag ganz relaxed und voller Ruhe 😉
    Alles Liebe dir
    und ein schönes (Muttertags ;))-Wochenende
    Dania

    • Sabine Sabine

      Liebe Dania,
      da haben wir offenbar zeitgleich auf unseren Blogs gestöbert. Ich habe dauern
      dein köstliches Eis vor Augen!
      Also den Muttertag in ein Wirbelwindfest umzuwirbeln wäre doch mal was. Ich wäre dafür, da
      ich das Wort „Muttertag“ schon so gräslich finde. Das klingt so altbackend irgendwie 🙂
      Liebe Grüße und auch Dir einen entspannten Tag ohne Schimpfen, viel gewirbel und
      vor allem ohne Hausarbeit!
      Sabine

      • Liebe Sabine,
        wir machen Eis fast nur mehr selber. Dem Wirbelwind schmeckt’s besser und er verzichtet dafür tatsächlich auf gekauftes Eis. Allerdings hast du recht, es dauert ein bisschen. Mit Eismaschine geht’s schneller. Vor allem wenn ich am Vortag die Massen meistens schnell vorbereite. Das in Form Bringen hat diesmal Zeit gekostet, das erspar ich mir normalerweise. Aber es ist ja schon für den Muttertag 😉 – denn die Hausarbeit wird mir wahrscheinlich nicht erspart bleiben, da der Künstler nicht koch(t)en kann und vergessen hat, irgendwo nett einen Tisch zu reservieren… Aber vielleicht fällt ihm ja noch was ein 😉
        Alles Liebe
        Dania

  6. Wie schöööön!!! Deine Tochter ist ja goldig!
    Und du hast alles so bildhaft beschrieben liebe Sabine!
    War richtig nett zu lesen!
    Nun bin ich aber auf den Muttertag gespannt 😉
    Liebe Grüße,
    Tanja

  7. würg, also nochmal, Word Press Fehler

    zauberhaft, was Deine Tochter für ihren Papa gestaltet hat.
    Seit die Grundschulzeit rum ist, gibt es bei uns nüscht mehr, weder an Vater- noch an Muttertag.
    herzlich Judika

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